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Für immer
Hinter jedem Tattoo steckt eine Geschichte. Eine, an die man sich für den Rest seines Lebens erinnern wird.
von Anika Taiber, Lisa Hagen, Nadine Becker
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„Meine Tattoos bedeuten mir sehr viel. Ich verbinde sie mit Zeiten und Menschen, an die ich mich auch später noch erinnern will. Ich mag asiatische Kunstrichtungen – deswegen der Koi auf meinem Arm und die chinesischen Schriftzeichen.
Was ich mir niemals tätowieren lassen würde, sind Totenköpfe. Wenn ich später mal Kinder habe, will ich schließlich nicht, dass sie Angst vor mir haben.“
Leo Brandhuber (27) aus Eichstätt, tätowiert am Oberarm mit einem chinesischen Stern und einem Goldfisch
„Das Tattoo steht für den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Ich bin damals von Bulgarien nach Deutschland gezogen. Mit dem Teufel auf dem Arm wissen die Leute gleich, mit wem sie es zu tun haben.
In Eichstätt gehe ich häufig in die Kirche. Omas und Opas schauen mich dort oft komisch an.“
Nina Buchelska (25) aus Eichstätt, tätowiert am Oberarm mit einem Teufelchen
„Vor sieben Jahren habe ich mir mein erstes Tattoo stechen lassen, ein Tribal über meine Schultern und den Rücken. Heute gefällt es mir nicht mehr, deswegen lasse ich es überstechen. Die anderen Tattoos finde ich noch schön. Die meisten stehen dafür, dass ich mich nicht unterkriegen lasse.
Aber auch für andere Menschen. Auf der linken Wade habe ich ein Portrait meiner Tochter Mia. Sie ist jetzt 18 Monate alt.“
Tino Schade (25) aus Ingolstadt, tätowiert am ganzen Körper
„Mit Tattoos drücke ich meine Gefühle aus. Auf dem Fuß habe ich einen französischen Schriftzug: ‚Immer da, einer für den anderen‘ – für meinen älteren Bruder, weil er der wichtigste Mensch in meinem Leben ist. Angefangen habe ich mit der Schwalbe am Bauch.
Die Tattoos sind mein Ausgleich, wenn ich Stress habe. Der Banner unter der Brust ist noch leer. Wenn ich mal ein Kind bekomme, möchte ich seinen Namen dort hineintätowieren lassen.“
Lisa Eberherr (20) aus Ingolstadt, tätowiert am Bauch mit einer Schwalbe
„Der kleine Engel auf dem Handgelenk beschützt mich. Ich habe ihn stechen lassen, als ich 18 geworden bin. Vielleicht mag ich ihn so sehr, weil ich ihn selbst gezeichnet habe. Er ist nur für mich gedacht – deswegen an dieser Stelle, da sehe ich ihn immer.
Ich habe noch eine Blumenranke und einen Schmetterling auf dem Bauch. Tattoos machen süchtig, aber ich möchte aufhören. Ich habe Angst, dass ich es irgendwann nicht mehr schön finde.“
Anne Braun (21) aus Eichstätt, tätowiert am Handgelenk mit einem Engel
„Meine beste Freundin Lisa kenne ich seit mehr als zwanzig Jahren. Sie ist wie eine Schwester für mich. Als wir auf Bali waren, haben wir uns einen Satz in unserer selbst ausgedachten Sprache stechen lassen: ‚Lisas Bari Paradiso Ada Totra‘ – Lisas sind frei und zeitlos.
Ich liebe es, spontan zu sein, mir keine Sorgen zu machen. Und wenn es mir nicht mehr gefällt, ziehe ich einfach eine Socke an.“
Lisa Bettendorf (23) aus Eichstätt, tätowiert am Fuß mit einem selbsterfundenen Schriftzug
„Ich habe mehrere kleine Tattoos – Tribals und Figuren. Irgendwann wollte ich aber etwas richtig Großes. Es ist dieser Glücksdrache geworden. Ich bin drei Jahre lang ungefähr alle zwei Wochen ins Tattoo-Studio gegangen bis er fertig war.
Die Ideen für meine Tattoos kommen aus allen Ecken der Welt, ich bin oft mit dem Rucksack unterwegs. Beim Tätowieren kann ich komplett abschalten, das ist Entspannung für mich.“
Christoph Bauer (30) aus Ingolstadt, tätowiert am ganzen Körper mit einem Drachen

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