Mit Wolken gegen die Sonne

AnnaWas für eine Hitze war das während der einsteins-Recherche! Zum Glück hat Anna passend recherchiert: Weniger schwitzen mit den eigenen Wolken.

von Anna Krüger

 

Es sind mindestens vier Liter gewesen. Soviel habe ich in den letzten Tagen geschwitzt.

Strahlender Sonnenschein, kein Wölkchen am Himmel. Sonnenfreunde haben sich sofort ihre Liege geschnappt und sind in den Garten oder ins Freibad marschiert um ein bisschen zu brutscheln.

So jemand bin ich auch. Am Wochenende war es allerdings ein bisschen zu viel Sonne oder eher: zu wenig Wolken und zu viel Schweiß. 

Aber: Dank meiner intensiven Einsteins-Recherche habe ich da eine Lösung gefunden.

Ich mache mir Wolken selbst.

 

Wie geht das? Leider kann ich hier nicht zu tief in Wolkenkunde einsteigen, sonst haben wir schwupps mindestens fünf Besucher auf unserer Seite weniger.

Soviel in kurz: Wassertröpfchen haben gerne Gesellschaft. Deshalb gehen sie in der Luft am liebsten dahin wo schon was ist. Irgendwelche Partikel. Dort sammeln sie sich und werden zu einer Wolke. Wolken reflektieren dann Sonnenstrahlen.

Logisch, deshalb schwitze ich weniger, wenn eine Wolke sich vor die Sonne schiebt. 

 

Ich sollte also, wenn es bullenheiß ist, am besten auch noch meine Heizung aufdrehen oder mein Auto anmachen. Die Abgase davon steigen durch Schornstein oder Auspuff in die Luft und machen mir eine Wolke. Ich schwitze weniger und die Wolke reflektiert auch noch die Strahlen, was gut für das Klima ist (wegen globalem Temperaturanstieg und so).

Außer den Abgasen blöderweise. So widersprüchlich ist Climate Engineering. So nennt man das, wenn man das Klima beeinflusst.

Was ich dazu sonst noch bei meiner Recherche rausgefunden habe, könnt ihr bei uns im Heft nachlesen.

 

In der Reihe "Fünf Fragen an" unterhalten wir uns in loser Folge mit den Redakteuren von einsteins. Was hast du recherchiert? Was ist dir dabei passiert? Und warum, verflixt und zugenäht, ist ausgerechnet dein Thema das spannendste von allen?

Anna über die politischen Probleme des Climate Engineering - und für was sie an den Nordpol gehen würde.


(.mp3, 01:23, im Gespräch mit Nadine Becker)
 
  

Anna empfiehlt - wie eben gehört - Jils FedCon-Artikel. Reinlesen!

 

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