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Mit Wolken gegen die Sonne

AnnaWas für eine Hitze war das während der einsteins-Recherche! Zum Glück hat Anna passend recherchiert: Weniger schwitzen mit den eigenen Wolken.

von Anna Krüger

 

Es sind mindestens vier Liter gewesen. Soviel habe ich in den letzten Tagen geschwitzt.

Strahlender Sonnenschein, kein Wölkchen am Himmel. Sonnenfreunde haben sich sofort ihre Liege geschnappt und sind in den Garten oder ins Freibad marschiert um ein bisschen zu brutscheln.

So jemand bin ich auch. Am Wochenende war es allerdings ein bisschen zu viel Sonne oder eher: zu wenig Wolken und zu viel Schweiß. 

Aber: Dank meiner intensiven Einsteins-Recherche habe ich da eine Lösung gefunden.

Ich mache mir Wolken selbst.

 

Wie geht das? Leider kann ich hier nicht zu tief in Wolkenkunde einsteigen, sonst haben wir schwupps mindestens fünf Besucher auf unserer Seite weniger.

Soviel in kurz: Wassertröpfchen haben gerne Gesellschaft. Deshalb gehen sie in der Luft am liebsten dahin wo schon was ist. Irgendwelche Partikel. Dort sammeln sie sich und werden zu einer Wolke. Wolken reflektieren dann Sonnenstrahlen.

Logisch, deshalb schwitze ich weniger, wenn eine Wolke sich vor die Sonne schiebt. 

 

Ich sollte also, wenn es bullenheiß ist, am besten auch noch meine Heizung aufdrehen oder mein Auto anmachen. Die Abgase davon steigen durch Schornstein oder Auspuff in die Luft und machen mir eine Wolke. Ich schwitze weniger und die Wolke reflektiert auch noch die Strahlen, was gut für das Klima ist (wegen globalem Temperaturanstieg und so).

Außer den Abgasen blöderweise. So widersprüchlich ist Climate Engineering. So nennt man das, wenn man das Klima beeinflusst.

Was ich dazu sonst noch bei meiner Recherche rausgefunden habe, könnt ihr bei uns im Heft nachlesen.

 

In der Reihe "Fünf Fragen an" unterhalten wir uns in loser Folge mit den Redakteuren von einsteins. Was hast du recherchiert? Was ist dir dabei passiert? Und warum, verflixt und zugenäht, ist ausgerechnet dein Thema das spannendste von allen?

Anna über die politischen Probleme des Climate Engineering - und für was sie an den Nordpol gehen würde.


(.mp3, 01:23, im Gespräch mit Nadine Becker)
 
  

Anna empfiehlt - wie eben gehört - Jils FedCon-Artikel. Reinlesen!

 

Herzblut

Anna

Für einsteins geht es für Anna zurück an die Wurzeln. Eine junge Band, der Rausch des Live-Auftritts... Moment, kennt sie das nicht irgendwoher? 

von Anna Buch

 

Im April musste ich mir Gedanken über Vorschläge für meinen Einsteins-Artikel machen.

Zukunft. Mhm.

Und da fiel mir ein: Ach, Talentsuche bei Plattenfirmen, das klingt echt interessant. Weiß ich noch nicht viel drüber.

Kann mir vorstellen, dass auch andere Leute, die gern Musik hören, wissen wollen: Wie kommen die, die da im Radio laufen, eigentlich dahin?

Nach langer Suche fanden Katha, Maria und ich endlich eine Plattenfirma, die uns Einblick gewähren wollte: Südpol in München. Und eine Band, die dort gerade einen Vertrag unterschrieben hatte: Zico aus Solnhofen im Altmühltal.

Eine junge, spielfreudige Band, die gerade ein erstes Album aufnimmt und mit glasigen Augen von ihrem großen Auftritt beim Chiemsee Reggae schwärmt. Und dann fiel mir etwas auf.


Singer-Songwriter? Moment...

Wer war das, der seine gesamte Teenagerzeit in Probenräumen verbracht hat? In mit Verstärkern, Kabeln und Teppichen vollgestopften Kellerräumen?

Döneressend. Rauchend. Schwerhörig werdend. Rumschreiend. Na?

Ach ja, das war ja ich.

 

Anna auf der Bühne

Ich habe mit 13 entdeckt, dass ich ganz gut Lieder schreiben kann. Zumindest dachte ich das. Und ich war glücklich, dass auch einige meiner Freunde das dachten.

Wir gründeten eine Band. „No agree“ hießen wir – weil wir uns auf keinen Namen und auch sonst auf so vieles nicht einigen konnten. Auch nicht auf einen Musikstil. Im Endeffekt war es irgendwas zwischen Guano Apes und Die Happy, nur mit mehr Metal.

Ich hörte auf, mir meine langen blonden Haare zu kämmen (hab ich so 3 Jahre durchgehalten), besprühte mit roter Farbe meine zerlöcherten Hosen und Schuhe, malte mir die Augen schwarz.


Die Fans singen mit

Unser Gitarrist Olli und ich wurden ein super Songwriter-Team und wir fünf – Hooksy und Olli an den Gitarren, Stephan am Bass, Matze an den Drums und ich am Mikro – tingelten fast jedes Wochenende von Clubs zu Festivals und wieder zurück.

Es war eine tolle Zeit: unterwegs mit Freunden, andere Bands kennenlernen, sich die Stimme kratzig singen, von der Nebelmaschine ohnmächtig werden, Bier trinken – und dazu Applaus.

Wir hatten sogar eine kleine Fangemeinde, die auf Konzerten mit Plakaten herumstand, zu den unmöglichsten Orten anreiste und alle Lieder auswendig konnte (im Gegensatz zu meinen Bandkollegen).

 

Anna singt

Bei Bandwettbewerben gewannen wir uns schließlich die Kosten für ein kleines Album zusammen: Blackbox. Fünf Lieder und viel Herzblut.

Wir hätten damit Plattenfirmen anschreiben können. Aber wir haben es nie wirklich versucht, bekannter zu werden.

Vielleicht, weil wir wussten, wir würden es nicht schaffen? Vielleicht, weil wir wussten, unsere Biographien würden uns sowieso in alle Himmelsrichtungen verstreuen.


Kurz - und schmerzlos?

Bei uns im Ort gibt es eine Band, die schon seit zwanzig Jahren zusammen spielt und die  irgendwie noch immer auf derselben Stelle zu treten scheint wie vor zehn Jahren.

Vielleicht ist es das, was wir nicht wollten: einen Abschied ohne Ende. Dass die Leute irgendwann sagen: „Jetzt hängen die mir aber echt langsam zu den Ohren raus.“

So war es am Ende ein kurzer, beherzter Schnitt. Ich bin nach dem Abitur nach Florenz gegangen und seitdem nicht mehr für längere Zeit nach Hause zurückgekehrt. Auch die anderen leben nicht mehr in unserem Heimatort.

Ich kann mir vorstellen, einmal, für nur ein Konzert, wieder mit den anderen auf der Bühne zu stehen. Das Publikum in der Hand zu haben. Sie zum Singen, zum Klatschen, zum Springen zu bringen.

 

Anna und Katha

Daran dachte ich auch, als ich Zico live in München spielen sah. Ich war ein bisschen neidisch auf die drei Jungs, die mit Genugtuung die Leute zum Grooven brachten.

Ich bin eine von euch, Jungs. Ich will da auch hoch! Mikro her!

Vor den Jungs standen nur Plattenfirmenmitarbeiter. Eine harte Probe.

Ob ich das wollen würde? Etwas so Intimes wie meine Musik und meine Band marktgerecht machen zu lassen? Mich einer  unbarmherzigen Bewertung durch die Öffentlichkeit auszuliefern?


Ich, hier und jetzt: Journalistin

Und dann kam der Labelchef von Südpol, Patrick Oginski, ins Spiel und plötzlich sah ich, wie sich ein Puzzleteil ans nächste fügte: Ich war hier, um die eine Seite mit der anderen zu verbinden, in einem Film und in einem Artikel.

Ich war hier, um Leuten da draußen zu zeigen, was hier hinter den Kulissen abläuft. Wie das Geschäft mit der Musik funktioniert.

Und dann war mir klar: Ganz gut, dass ich keine berühmte Sängerin geworden bin. Dann könnte ich nämlich nicht, hier und jetzt, Journalistin sein.

 

Anna mit Kamera

 

Neugierig auf Annas Band? Das Album "Black Box" gibt's auf last.fm zum Reinhören

Bei "Soulfightjazz" (eine Funk-Jazz-Kombo) hat Anna auch mitgesungen, sie ist in dem Lied "Don't try" zu hören. Auf der Myspace-Playlist anklicken, um reinzuhören.

Auch mit der Band "Souldaten" (Live-HipHop) singt Anna: auf der Playlist "Mach dich frei" anklicken, um den ganzen Song zu hören. Ein neuer Song ist laut Anna in Arbeit. 

Die Band Zico findet ihr übrigens auf deren MySpace-Seite. Mehr zum Plattenlabel Südpol und wen sie alles unter Vertrag haben findet ihr auf deren offizieller Seite.

 

Wie das nun eigentlich funktioniert mit den Talenten von morgen, wie Zico zu Südpol kam und warum der Live-Auftritt entscheidend ist, lest ihr nächste Woche im Heft

Und nicht nur das: Anna, Maria und Katha haben auch noch einen Film gedreht. Donnerstag ins Fernsehstudio zur Präsentation kommen - oder nächstes Wochenende hier auf der Website anschauen. Für die Nicht-Eichstätter unter uns. :-)


Das Making Of: einsteins TV 2010

Heute sind wir mal so richtig modern. Heute nutzen wir die neuen Möglichkeiten des Internet voll aus.

Heute haben wir eine Audio-Slideshow.

Wer kein Flash hat, extreme Ladezeiten, oder wer doch lieber nur liest und hört - alle vier Audio-Teile gibt's noch mal einzeln im Zusammenhang gebenden Text direkt unter der Slideshow.

 

einsteins TV - ein Probenbericht (mit Stimmen zu Aufnahme)

Viel Vergnügen! (knapp 8 Minuten)

 

(Der Inhalt lädt erst, wenn ihr auf den Play-Pfeil drückt. Das schont eure Ladezeiten.)

Anmerkung(en): Was wir hieraus lernen: Vorher überlegen, dass eine Slideshow toll wäre, und zu den Tönen gleich Bilder aufnehmen. Sonst kommt so ein Conitnuity-Albtraum wie oben raus. Mehr Fotos schießen. Und, ja. Vorher überlegen. ;-)

 

 

 

 

 

einsteins TV - VON PROBEN, KABELN UND REKORD-AUFNAHMEN

Halb elf - eigentlich schon seit zwei Stunden Drehprobe. Die Deko steht, das Catering auch - an den Moderationen hapert es noch.

Aber bis die morgen von Tore präsentiert werden ist ja noch Zeit… Er muss sie nur noch auswendig lernen bis dahin.

Derweil müssen die Brötchen vor dem Studio herhalten und die Gummibärchen die Laune heben.

 

Technik ohne Thaller

Das ist auch nötig, denn auch die Studiotechnik birgt noch die ein oder andere Überraschung. Wo ist noch mal das Mikrofonkabel für die Kameras, welcher Scheinwerfer bewegt sich mit welchem Knopf und wie bekommen wir eigentlich den Schatten links oben weg?

Fragen über Fragen und kein Herr Thaller da, um uns weiterzuhelfen.

Vor allem das Lichtteam musste sich so erstmal fleißig durchraten und zu Zahlenakrobaten werden. Wer kann schon ahnen, dass Scheinwerfernummer plus acht die Position des dazugehörigen Reglers am Lichtpult ergibt?

 

Schwarz-Weiß Fernsehen: Bei einsteins out

Ist das Licht dann an Ort und Stelle, strahlt unsere grün-weiße Deko in ihren schönsten Facetten.

Nur blöd, dass Tore in seinem schwarzen Sakko davor, zumindest für die Kameras, ziemlich seltsam aussieht und flimmert. Also, was tun?

Erstmal warten, proben und am Ende nach Ingolstadt zum Hemd kaufen düsen.

Was sein muss, muss sein.

 

 

Ricki bei einsteins

Mittlerweile ist es Mittag. Das Buffett ist halb abgeräumt, Tore gepudert und der Tatendrang im Keller.

Wir legen eine kleine Pause ein und warten auf die Eingebung (oder auf Michaela), um den Ton zu richten. Aber dafür macht es sich Tore schon mal auf dem Sofa gemütlich und übt die besten Posen.

Wie war das noch mal mit dem Ricki?

 

 

Gute Miene zu bösem Spiel

Üben, üben, üben - heißt es am Nachmittag. Unzählige Male läuft Tore von rechts nach links durchs Bild, dann von links nach rechts und dann lehnt er lässig am Stehtisch.

Klingt entspannt - ist es aber nicht.

Denn ohne konkrete Anweisungen kann Tore so viel laufen wie er will: ein “Noch mal, bitte” aus der Regie ist quasi obligatorisch. 

Nicht nur er startet immer wieder vom Neuen. Natürlich auch die Kamerafrauen Nadine, Katha und Pia, zumindest bis 16.30 Uhr, als der Vorhang für den ersten Tag fällt.

Sie machen das beste draus und freuen sich schon auf morgen.

 

 

Schnell, schneller, einsteins 2010

Während der Aufnahme am Mittwoch war an Interviews nicht zu denken - außer mit unserem Studiogast: dem Zukunftsforscher.

Der erschien zwar morgens um zehn pünktlich im Schwarz-Weiß-Kameraunfreundlichen-Outfit, dafür aber mit ganz viel Wissen zur Zukunft.

Und das Beste: Er war sogar mal einer von uns. Uns, dass heißt uns Journalisten, in seinem Fall damals beim Donaukurier.

Wir haben uns aber nicht verplaudert, sondern sind straff und ohne mit den Wimpern zu zucken durch unseren Drehplan gegangen.

Laut Chefin Michaela waren wir sogar die schnellste Aufnahme von einsteinsTV bisher. Hut ab!

Und das, obwohl die finalen Moderationen erst frisch am Morgen geschrieben wurden. Oder vielleicht gerade deswegen? Sei es drum, einen guten Eindruck hat die Sendungsaufnahme auf alle Fälle bei allen hinterlassen.

 

 

Dann heißt es nur noch: Abwarten bis zum 22.7.2010, wenn einsteinsTV im Studio präsentiert wird. Und das sogar mit der original Deko!

 

PS. Eine tolle Impro-Lösung für klackernde Schuhe: Filz drunter pappen.

Tores Schuhe

 

Text + Audio: RomyAudio-Slideshow-Gestöpsel: Franzi

5 Fragen an: Bodo über Lebensläufe

BodoIn der Reihe "Fünf Fragen an" unterhalten wir uns in loser Folge mit den Redakteuren von einsteins. Was hast du recherchiert? Was ist dir dabei passiert? Und warum, verflixt und zugenäht, ist ausgerechnet dein Thema das spannendste von allen?

Bodo hat nachgefragt: Wie sieht eigentlich der perfekte Lebenslauf aus? Und was tun Eltern, um ihre Kinder optimal auf die Zukunft vorzubereiten?

Im Heft hat Bodo eine große Ausklappseite mit einem idealen Lebenslauf aufgestellt.

Was er herausgefunden hat und was er mit seinen eigenen Kindern anstellen wird gibt's exklusiv hier im Interview.

Klickediklick!

 

(.mp3, 01:46, im Gespräch mit Nadine Becker)
 


Bodo sitzt Bodo schläft Nadine, seine Fotografin

 

Morgen ist um 10 Uhr (s.t., liebe Redaktion) die letzte einsteins-Sitzung. Wenn spannende Zitate fallen, twittern wir natürlich: bei @einsteins.

Mein Tag beim Rennen

Tore

Die Krefelder Galopprennbahn ist nicht nur voller Pferdebesitzer, Berufswetter und Hüte - nein, auch Prominenz treibt sich dort herum. Wie Tore zu einem Live-Konzert kam und dann doch lieber flüchtete.

von Tore Trapp

Bei meiner Recherche auf der Galopprennbahn in Krefeld habe ich ja mit einigem gerechnet: Gediegene Atmosphäre, Publikum in feinem Zwirn und viele große Hüte.

Aber dass ich einen echten Star treffe, davon konnte ich nun wirklich nicht ausgehen.

Gerade in dem Moment, als die Vorbereitungen für die Hutpremierung vorm Hauptgebäude der Rennbahn in vollem Gange waren, bin ich von einem älteren Herrn angesprochen worden.

Mein erster Eindruck war zugegebener Maßen eher skeptisch. Der gute Mann sah aus wie eine etwas herunter gekommene Kopie von Hogwarts-Schulleiter Albus Dumbledore. Langer verfilzter weißer Bart und ein abgewetzter blauer Mantel.


Dumbledore ist "Pennerbubu"

Tore an der RennbahnAber zu diesem Zeitpunkt wusste ich ja noch nicht wen ich da vor mir habe.

Der Mann fragte mich, ob ich zufällig von der Presse sei. Als ich „ja“ sagte und er mir erklärte um wer er ist, ging mir schließlich doch noch ein Licht auf. Vor mir stand kein geringer als der Youtube-Star Pennerbubu.

Ganz genau, DER Pennerbubu!

Noch nie von ihm gehört? Gibt es doch gar nicht!

Nach eigener Auskunft hat Pennerbubu nämlich mehrere Hits auf Youtube veröffentlicht und steht kurz davor ans Fernsehen zu verkaufen. Seine größten Hits „Keine Zeit“ und „Dünnschiss“ wären besonders dick im Geschäft. Vor allem, weil die Jugend die Botschaft seiner Songs so lieben würde.

Ich gebe gerne zu, dass auch ich bis dato noch nie von diesen musikalischen Straßenfegern gehört hatte und sich auch meine Skepsis noch nicht gänzlich in Luft aufgelöst hatte. Aber das sollte sich schlagartig ändern.

Nachdem Pennerbubu nämlich mit den Erzählungen über den Hype, der um ihn entstanden ist, geendet hatte, fing er an seinen Hit „keine Zeit“ a capella vorzutragen. Seine volltönende und rauchige Stimme donnerte über die Rennbahn und drohte den Damen die Hüte vom Kopf zu fegen.


Tore mit Penner BubuKeine Zeit für "Dünnschiss"

Schließlich fing der bärtige Barde auch noch an, seinem Gesang mit einer wilden Rumpelstilzchen-Choreographie mehr Ausdruck zu verleihen.

Ich konnte ja vorher nicht ahnen, dass das Lied drei Minuten dauert und der Mann es in einer Lautstärke vorträgt, die mein Trommelfell an die Grenze seiner Belastbarkeit führt.

Bevor das Sicherheitspersonal uns beide der Rennbahn verweisen konnte, habe ich mich auf jeden Fall umgehend als großer Fan geoutet und bin in der Menge untergetaucht. Sonst wäre ich wohl auch noch in den Genuss von „Dünnschiss“ gekommen.

Wer also mal echten Stars begegnen möchte, der sollte auf jeden Fall einer der vielen Galopprennbahnen in Deutschland einen Besuch abstatten. Mehr über das Galopprennen in Krefeld gibt es natürlich im Heft.

Wer nun so richtig neugierig geworden ist, kann sich online anschauen, was Tore live gehört hat: auf dem Youtube-Kanal von Pennerbubu.

 


PS. Im klassischen Magazin-Stil haben wir im Titel natürlich subtile Anmerkungen versteckt. Er ist gar nicht so simpel, wie er klingt, nein - er spielt an auf "A Day at the Races", ein Film der Marx Brothers/ein Album von "Queen". 

Drei - zwei - eins - (Ton aus)

Lichter im FernsehstudioVon der stickigen Lehrredaktion in den (eigentlich) klimatisierten Keller: Heute war Probe für einsteins-TV. Vor der Sendungsaufzeichnung haben wir für euch schon mal beim Testlauf fotografiert. Wenn wir nur früher die Klimaanlage gefunden hätten...

von Romy Ebert und Franziska Megerle

Kaum ist das Print-Magazin in der Druckerei, da stürzen wir uns gleich in das nächste Großprojekt: einsteinsTV - die Sendung.

Zwei Tage lang verbarrikadieren wir uns im Fernsehstudio der Uni, proben, moderieren und drehen was das Zeug hält.

22 Mann (und Frau) im vollen Einsatz - denn hinter so einer "kleinen" Ein-Stunden-Sendung steckt doch viel mehr als man denkt.

 

Unkonventionellerweise heute zwei Fotostrecken mit einmal sieben und einmal acht Bildern.

Teil 1, in dem Tore geschminkt wird, Steffi strahlt, und Katha grübelt:

Zur Fotostrecke 1


Klein, aber oho!

Da werden Wände gestrichen, Möbel getragen und Folie aufgeklebt, der Moderator von einer Ecke des Studiosofas auf die andere und wieder zurück geschubst, nächtelang Gemüse für das Buffett geschnipselt.

Der Ton fiepst, das Sakko beißt sich mit der Studiofarbe. Bei dreizehn Scheinwerfern und 35 Grad Celsius Außentemperatur schwitzt die ganze Crew wie in der Sauna. (Mit dem Auffinden der Klimaanlage begann gegen Ende das Schockfrosten der Studiohelfer.)

Klappe, Action!

Aber: "Jetzt geht es gleich los!" -  Kein Satz, der für den ersten Drehtag treffender wäre und keiner, den man öfter gehört hätte.

5, 4, 3, 2, 1 - ready?

 

Online geht's natürlich weiter

Unsere rasende Reporterin Romy hat sich für die Website mit ihrem Diktiergerät umgehört, während Pia mit der Kamera Momente vor und vor allem hinter den Kulissen eingefangen hat.

Zwei Tage zwischen Warten und Filmen. 

Sobald die Sendung im Kasten ist, melden wir uns wieder aus dem Fernsehstudio - dann mit einer großen multimedialen Reportage/Bericht/Online-Zwischenform. Regeln sind ja ohnehin überbewertet. :-) 

 

Fotostrecke Teil 2, in dem wir unsere Studiodeko verraten und Peter wie ein Bollywood-Star aussieht:

Zur Fotostrecke 2

 

Bis bald!

- Fotostrecken-Franzi und Reporter-Romy

Null Stunden bis Druck

Franzi

Der letzte Einsteins-Arbeitstag: CvD Bodo wird schwermütig und macht ein gewagtes Versprechen… und wo bleibt eigentlich das Feuerwerk?

von Bodo Straub

Es gibt Momente im Leben, die sind wahnsinnig spektakulär, obwohl keiner damit rechnet.

Der Abend, an dem Lena Meyer-Landrut den Grand-Prix gewonnen hat, war bei mir so einer.

Und dann gibt es Momente, die man sich unglaublich spektakulär vorstellt, in denen die Welt stillsteht, auf die man monatelang hinfiebert. Und dann sind sie stinklangweilig.

Heute Nachmittag um halb sieben war so ein Moment.

„Ok, ich denke, wir sind fertig“, sagt Christian und schaut in die Runde. Maria, Johannes und ich schauen uns an.

„Ja, wahrscheinlich schon, oder?“

Das war’s. Hallo?


Feuerwerk?

Wo ist das Feuerwerk? das Orchester? der spontane Jubel vor dem Fenster? Vollkommen ignoriert von der Welt ist unser Magazin fertig geworden.

Heute Morgen um kurz nach neun klingelt mein Handy. Layoutchefin Maria ist dran.

„Hallo, sag mal, wann muss ich heute denn da sein?“ krächzt ihre Stimme durchs Telefon. Sie hat einen Frosch im Hals, versucht nach starken vier Stunden Schlaf so munter zu klingen wie möglich.

Bis heute früh um vier war sie noch in der Lehrredaktion, hat Seitenzahlen eingefügt, Abstände kontrolliert, fertige Seiten ausgedruckt und aufgehängt.

 

 

Art Director Johannes ist gar nicht mehr nach Hause gegangen – als ich um kurz nach zehn in die Lehrredaktion komme, liegt er als zerknautschter Haufen auf dem Sofa im Hörfunkstudio.

(Womit übrigens auch unsere implizite Twitter-Frage von heute Morgen geklärt wäre, Anm.d.Red.)

Der Vormittag geht ruhig vorbei. Im Gegensatz zu den letzten Tagen ist es in der Lehrredaktion ganz still. Die ganze Videothek ist zugekleistert mit Heftseiten.

 

  

 

Die Redaktion steht davor, schweigt und liest – dieselben Texte, zum 64. Mal, auf Rechtschreib- und Grammatikfehler.


Achtung Fehlerjäger - Frei-Kaffee!

Ich habe alle Texte jetzt so oft gelesen, dass ich mich zu folgender Aussage versteige: Wer im neuen Einsteins – also im ganzen Heft – mehr als zehn verschiedene Buchstabendreher und Rechtschreibfehler (doppelte Leerzeichen zählen nicht dazu) findet, den lade ich zum Kaffee ein.

 

 

Dann lichten sich die Reihen. Ein paar gehen ins Freibad, andere lernen für die Klausur morgen, und wenige Unerschrockene sitzen noch da, lesen Texte, korrigieren das Layout, und wandeln sie schließlich in PDFs um.

Fotochefin Anika und ihr Freund waren letzte Nacht noch bis um fünf Uhr in der Lehrredaktion und haben Bilder bearbeitet. Jetzt sitzen sie wieder in der Ecke, ziehen an geheimnisvollen Reglern und verknüpfen Bilder. Kein Mensch versteht, was sie da tun, aber ich weiß, dass Einsteins tolle Fotos haben wird.

Dann sind auch die Fotos fertig, nach einem langen Semester, nach einem langen Wochenende. Die beiden Fotokünstler gehen nach Hause, lernen, Schlaf nachholen.

Die Luft in der Lehrredaktion ist zum Schneiden.

 

 

 


... und Prosecco

Unvorstellbar – was wäre das für ein Sommer gewesen ohne Einsteins, mit Beachvolleyball und nächtelangem Grillen… Man darf gar nicht daran denken.

Und dann ist Einsteins fertig. Der Chefredakteur lädt die Layoutchefin, den Art Director und den CvD zum Essen ein. Zum Aperitif gibt’s ein Gläschen Prosecco.

Und eigentlich: Es reicht ja, wenn Feuerwerk und Orchester dann nächsten Montag kommen, wenn wir die gedruckte Fassung in der Hand halten...

 

Der offizielle Erscheinungstermin unseres Magazins: 19. Juli 2010. Vormerken - es lohnt sich!


Sieben Stunden Zürich

Romy

Wochenende! Zur Feier des Tages gleich noch ein Eintrag: der zweite Teil von Romys Weltuntergangsrecherche. (Teil 1 nachlesen)

Weite Anreise – wenig Schlaf. So ähnlich ging das auch Nadine und Romy bei ihrer Recherche. Aber zum Glück haben sie in Zürich die ideale Stadt für ein spontanes Nickerchen gefunden.

von Romy Ebert

Wer Journalist werden will, muss zeitig aufstehen. Wer für einsteins-Print für ein Interview extra nach Zürich düsen muss schon lange.

Und zwar genau um 3.30 Uhr – mitten in München. Das verärgert nicht nur die Gastgeber (wobei ich nochmal ein Dankesgebet an sehr spontane alte Schulfreunde schicken möchte), sondern auch die Jungjournalisten selbst.

Kein Wunder also, dass Nadine und ich auf unserer Rercherche-Reise ein Mittagsschläfchen einbauen mussten. 

Direkt im Herzen Zürichs neben dem Hauptbahnhof in einem kleinen Park. Unsere Schlafsäcke hatten wir ja zum Glück eh dabei.

Morgens um neun in Zürich – nicht nur die Stadt scheint noch friedlich zu schlafen, sondern auch wir. Ein paar Polizisten blicken uns auf ihrer Morgenrunde zwar schief an, aber lassen uns ruhen. Anscheinend sehen wir nicht wie die typischen Stadtpenner aus.

 

  

 

Die Sonne brettert auf uns nieder, die Pollen fliegen und die Limmert schwappt ans uns vorüber, während sehr kommunikative Enten uns schon vor dem Frühstück lauthals bequaken.

Wie gut, dass auch einige Interviewpartner noch Studenten sind und erst am Nachmittag vorlesungsfrei haben. So bleibt uns wenigstens noch ein bisschen Zeit die Stadt zu erkunden (ich möchte anmerken – Zürich ist das Budapest der Schweiz, ganz sicher!), entspannt die Zeitung des Vortages zu lesen und festzustellen, dass es in anderen Ländern durchaus auch andere Währungen gibt.

Glücklicherweise sind Schweizer tatsächlich sehr tolerant und ließen uns auch mit Euro das Frühstück bezahlen.

 

  

 

Und weil es im Park so schön war, bleiben wir für das Interview auch gleich da.

Gabriel da Silva – mein zweiter "Weltuntergangsjünger" – ist sowieso sehr naturverbunden. Da passt das.

Und nach drei Stunden intensivem Interview über Naturkatastrophen, Notfallrucksäcke, Egoismus und Schutzbunker im Jahre 2012 wurden Nadine und ich sogar mit einer Minikostprobe des angehenden Schauspielers beehrt.

Der Eiskaffee danach war dann die letzte schöne Erinnerung an das Alpenland.

Denn 16 Uhr hieß es schon wieder: Bye, Bye Zürich - bis zum nächsten Mal. Und das nach nur vier Stunden Träumen und Entspannen und drei Stunden Arbeit.

So könnte das Journalistenleben dennoch öfter sein. Trotz zeitigem Aufstehen.

 

Die ganze Geschichte gibt's im Heft, das ab nächster Woche hier auf einsteins.de vorbestellt werden kann - und bald auch online.

Hitzewelle

Katha

Die Hitzewelle schmort unsere Gehirne durch. Fotos bearbeiten, Grafiken zeichnen, das Layout kontrollieren und die Texte ein letztes Mal redigieren - wie, oh wie, wenn die Konzentrationsspanne einem Goldfisch Konkurrenz macht?

Passend sinnleer dazu der Beitrag von Redakteurin Katha. Klickt dafür unten auf "read more".

Wer bis zum Ende durchhält, wird mit Audio-Aliens belohnt.

von Katharina Weser

 

Einschub von Franzi, ethisch und moralisch verantwortlich für alle Fehlentscheidungen:

Höchstamüsant! Die Diskussion um diesen Eintrag ist so viel spannender als er selbst, Rekordbenutzerzahlen in dem kleinen Kasten rechts. "Dürfen wir das?", "Das kann nicht dein Ernst sein!", "Wie überflüssig!"

Vielleicht Zeit für eine Einordnung: Den Text habe ich schon seit Wochen. Ja, genau. Ursprünglich sollte er nicht veröffentlicht werden - oder mit Fotostrecke - oder nicht - oder... 

Meinen Gehirnzustand des heutigen Tages spiegelt er jedenfalls wieder (wenn ich auch keinen Burger möchte). Allein dafür gestehe ich persönlich ihm Daseinsberechtigung zu. Und selbst wenn er die qualitätsjournalistischen Standards nicht erfüllt - zumindest haben wir dafür keine Bilder aus dem Netz geklaut.

"Hui, wie provokant!" - Alles, um die Nutzung der Kommentarfunktion anzustoßen. Sagt eure Meinung!

Herzlichst aus der Online-Redaktion

- Franzi (11.07.2010, 00:31)


Ich mag n Burger! Ich mag n Burger!

72 Stunden bis Druck

Franzi

Tag 1 der längsten 72 Stunden unseres Lebens*: einsteins-Wochenende. Sonntagabend muss alles fertig sein. Grund genug für eine lange Fotostrecke! Man gönnt sich ja sonst nix.

von Franziska Megerle

Da haben wir was vor uns. "72 Stunden bis Druck", heißt es am Freitagmorgen in der Redaktionskonferenz. Stöhnen. Ächzen.

Wir wussten es ja alle. Aber so nah war der Erscheinungstermin noch nie. Gut, rein chronologisch gesehen ist das Quatsch - natürlich rücken mit fortschreitender Zeit feststehende Termine näher.

"Zeit" war für uns bislang trotzdem ein sehr dehnbarer Begriff. "Kommt nächste Woche", "Das mach ich dir morgen", "Ich muss da noch mal was recherchieren"... 

Da kann man durchaus mal zum Pessimisten werden. Zitat aus der Chefetage:

(bei @einsteins)

Schon vergangenes Wochenende haben wir von Freitag bis Sonntag - manche auch bis Montagfrüh, ahem - durchgearbeitet (und dabei übrigens Fußball gekuckt).

Das steht jetzt wieder an, und der Druck vorm Druck ist immens: Immerhin, was jetzt nicht geschafft wird, kommt nicht ins Heft. Wird im Heft den falschen Rand haben, die falsche Auflösung. Wird Pixelgrafik sein und Rechtschreibfehler.

Für immer und ewig.

Aaah!


Nein, wir haben keine Panik

Panik ist überbewertet. Wir liegen gut in der Zeit, haben sogar eine Online-Seite auf die Beine gestellt. Überhaupt tritt das Print-Magazin langsam aber sicher in den Hintergrund, denn spätestens am Montag (nach der morgendlichen Klausur) stürzen sich auch die letzten Redakteure in die TV-Produktion.

Wir müssen: Dienstagfrüh beginnt die Sendungsaufzeichnung.

Nun, geplant ist alles, wird auch bestimmt genau so kommen, wie wir uns das denken.

Eigentlich haben wir doch jetzt richtig viel Zeit.

Dementsprechend, ohne weitere Worte: Unsere erste große Fotostrecke - mit weniger Arbeit als Spaß - in 18 Bildern. Und mit dem Versprechen, dass ganz zum Schluss ein dramatischer Moment wartet.

Redakteure vor dem Aus! Nur hier bei einsteins.de.

 

Zur Fotostrecke

 

Wer vor Samstag, 10.07.2010, 10,30 Uhr, einen Wunsch äußert, darf mitbestimmen: Wie soll der Blogeintrag über den Samstag aussehen?

Lasst eurer Fantasie freien Lauf...

Bis dahin, bleibt uns treu :-)

- Franzi

 

* Überdramatisierung aus spannungstechnischen Gründen, Anm.d.Red.**

** Franziska Megerle ist in diesem Fall die Red., Anm.d.Red.